OTTO BUCHEGGER ERZÄHLT

Bei der kommenden Bundestagswahl #BTW21 im Herbst 2021 werde ich keine Autohasser wählen, egal, wie sie ihren Hass verpacken (Autohass ist kein Klimaschutz, sondern ein Fall für die Psychiatrie). Allerdings auch keine Raser auf der Autobahn.

Diese Gründe für ein Autobahn Tempolimit 130 sind für mich ausschlaggebend: Energieersparnis, Reduzierung von Stress, das Stoppen von Rasern, die das Autobahnnetz als Teststrecke einsetzen und die Autos werden dadurch auch billiger. Auch mit einem Tempo 140 (wie in Polen) könnte ich gut leben, aber nicht mit Tempo 120 (wie in der Schweiz).

Ein Plädoyer für gesunden Menschenverstand und gegen Ideologie und falsches Verständnis von Freiheit im Verkehr.


Ich verstehe, dass Kinder und Jugendliche eine Abneigung gegen Autos haben. Sie haben zu viel Zeit in diesem – für sie – Gefängnis verbringen müssen, oft ist ihnen schlecht geworden und sie haben sich übergeben müssen. Dass populistische Parteien daraus Kapital schlagen, liegt nahe.

Aber ich habe viel Lebenszeit ohne Autos verbringen müssen, vor allem aus Armut und ich kann deshalb auch gut abschätzen, warum ich jetzt auf mein kleines Auto nicht mehr verzichten will. Die Klimaargumente halte ich für verlogen. Ich tanke weniger als einmal pro Jahr, fahre also weniger also 600 km im Jahr. Ich verreise nicht, vor allem fliege nicht mehr und war schon immer ein großer Freund von Energiesparen.


Die Coronaseuche hat gut aufgezeigt, was sich auch in Zukunft bewähren wird. Der vielgepriesene ÖPNV hat dabei klar versagt. Die Ansteckungsgefahr in Bussen, Straßenbahnen und im Zug ist viel zu groß. Und nur locker besetzt, rechnet er sich nicht mehr. Das Homeoffice hingegen hat viele Fahrten unnötig gemacht und genau dort sehe ich die Hauptersparnis beim CO2 Ausstoß.

Auch der totale Umstieg aufs Fahrrad ist zumindest in meinem Tübingen lebensgefährlich. Seit Jahren führt nur maßlos übertriebene Propaganda dazu, dass wir beim ADFC Klimatest nicht katastrophal abschneiden. Auch eine Privatinitiative zur Beseitigung der unzähligen Fahrradfallen war nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Viel Show, wenig realer Effekt. Seit Jahren dieselben schlechten Noten.

Mit dem eigenen Auto konnte ich auch unseren neuen Enkel besuchen. Eine entspannte Fahrt von 45 Minuten, mit dem ÖPNV mindestens 2 Stunden, wenn alle Anschlüsse klappen und alles mit Maske, die wenn sie gut wirken soll (FFP2), man nicht länger als eine halbe Stunde tragen soll.


In meinen Memoiren, die ich schon vor einigen Jahren geschrieben habe, habe ich auch alle Autos verewigt, die wir gefahren haben. Sie haben uns erlaubt, mit kleinen Kindern die Großeltern zu besuchen, in völlig entlegenen Gegenden Urlaub auf dem Lande zu machen. Und Urlaub an der nahen Adria zu machen. Und meine lange kranke Frau sicher mit eingegipstem Bein preiswert zu transportieren und am Leben teilhaben zu lassen.


Alles was ich schon früher zum Verkehr sagen wollte, findet man auf https://www.otto.buchegger.de/verkehr.html


Ich war nie ein Autofan. Es war nur ein Mittel, um Entfernungen sicher zu überwinden. Ich habe das Auto immer nur in einer Waschstrasse säubern lassen, es nur gelegentlich selbst ausgesaugt. Der einzige Luxus war ein gutes Radio oder später CD Spieler.

Ich werde selbst nicht die Segnungen der Elektromobilität genießen. Die Begeisterung dafür hält sich in Grenzen. Das deutsche Stromnetz ist viel zu fragil, um darauf vertrauen zu können. Wir brauchen nur einige Shutdowns, um diese Gefahr richtig einschätzen zu können. Wir haben noch immer keine verlässlichen Stromspeicher, um im eigenen Land autark zu sein. Nicht einmal eine Minute könnten wir damit überbrücken. Heute (2021) lassen wir uns von den Kernkraftwerken im westlichen oder von Kohlekraftwerken im östlichen Ausland retten. Unsere Grünen und ihre Medien sind unehrlich, weil sie dies verschweigen oder ignorieren.


Die Radfahrenden sind bei den Autohassern in vorderster Front. Ihre echten Feinde sind aber die Großfahrzeuge, wie LKWs, Busse oder Straßenbahnen. Für jeden Autohasser gibt es auch einen Fahrradhasser.


Autohass führt unter dem Stichwort „Flächenfraß“ auch zu Auswüchsen in der Stadtplanung. Meist im Zusammenhang mit Fahrradverkehr. Ein Auto braucht nicht mehr Platz als 4 Fahrräder oder 2 Fahrräder mit Anhänger. Auch gute Radwege brauchen den halben Platz von Autostraßen, mit wesentlich weniger Durchsatz.

Flächenfraß entsteht durch die Anzahl der Menschen. Also diese zu beschränken, das würde echt Sinn machen.


Fahrgemeinschaften mit Berufskollegen habe ich sehr geschätzt und sie waren fast die Norm beim Pendeln. Die Fahrt verlief schneller, es gab guten Informationsaustausch und man konnte leichter regelmäßig Feierabend machen. Ein Teilauto haben wir lange erfolgreich selbst ausprobiert. Wenn man nahe wohnt und einander gut kennt und vertraut, eine gute Lösung.

Als Nicht-Autofahrer habe ich in jüngeren Jahren oft Autostopp gemacht. Meine Erfahrung mit dem Trampen war sehr durchwachsen. Ich würde es nicht mehr empfehlen, auch wenn die Statistiken nicht dagegen sprechen. Als sicherer schätze ich Mitfahrzentralen ein, die ich allerdings kaum verwendet habe.


Ich habe viele Erfahrungen mit Autos aller Größen und verschiedenstem Komfort gemacht. Bin oft mit einem  Porsche 928 mitgefahren, hatte einen eigenen  Porsche 914 und einen Mercedes 280 SE, viele Jahre einen Mercedes 300 D als eine Art Dienstauto gefahren, aber auch einige Autos, die den TÜV nicht überlebt haben.

Ich weiß also durchaus, wie es ist, mit 250 km/h über die deutsche Autobahn zu fliegen. Aber ich bin auch 3 Jahre in New York und Connecticut und in weiteren 27 Staaten mit Ami Autos in den USA unterwegs gewesen und ich habe die Beschränkungen auf den Interstate Highways als extrem angenehm empfunden.

Das ist auch der Grund, warum ich mir ein Limit 130 in Deutschland wünsche. Vor allem, um den Stress aus dem Verkehr zu nehmen. Ein angenehmer Nebeneffekt ist die Energieersparnis, mit keiner anderen kostenlosen Maßnahme kann man so einfach mehr erzielen. Ja und auch um zu verhindern, dass unsere Nachbarn hier rasen können. Es gibt genügend Rennstrecken, wo man diese Hobby auf eigenes Risiko gerne ausüben kann.

Und ein weiterer angenehmer Nebeneffekt ist, dass damit Autos wesentlich billiger werden können. Es gibt Menschen, für die das immer noch wichtig ist. Zum Beispiel junge Familien mit Kindern.


Das Auto wurde in Deutschland erfunden und Deutschland ist traditionell ein Autoland. Dass wir aber immer noch nicht uns den europäischen Standards angepasst haben, liegt aber vor allem an unseren Politikern. Sie haben die schnellsten Dienstfahrzeuge und besten Chauffeure und rasen damit von Termin zu Termin. Kein Wunder, dass sie sich am meisten sträuben, diesen Sonderstatus aufzugeben. Aber man kann sie dazu zwingen, und dabei will ich gerne mithelfen.


So ganz ohne Emotionen war mein Verhältnis zu Autos dann doch nicht. Ich hatte erstens eine klare Vorliebe für französische Autos. Als Familienkutsche war der Peugeot 404 wunderbar. Ein Renault R4 hat mich lange begleitet und später war ein Renault Kangoo ein wunderbares Auto um meine Pflichten als Vater eines Jungen, der viel mit Computern spielte, zu erfüllen. Und ich hätte gerne unsere Camping Urlaube mit einem Wohnmobil gemacht. Es hat aber nicht geklappt.

Blume

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